Es war einmal ein Ei, das auf dem Ozean trieb. Dann bewegte sich langsam ein Schwert auf das Ei zu und schnitt es in zwei Hälften. Und siehe da, im Innern des Ei steckte Eros (Verlangen, Liebe, Bedürfnis nach philosophischer Erkenntnis und schöpferischer geistiger Tätigkeit). So beschreibt der pelasgische Schöpfungsmythos den Anfang.

Märchen und Mythen erzählen davon, wie etwas begann, einfühlsamer, zauberhafter und vielfältiger als „Am Anfang war ein Gott, der schuf Himmel und Erde“ oder „Die Arten entstanden durch Auslese“. Es geht um den Beginn der Welt, Leben und Tod; aber auch um die Entstehung des Geldes, den Ursprung der Mücken oder die Frage: „Warum ist der Schnabel des Geiers krumm?“.

Der wütende Geier will den Frosch ertränken und lässt ihn in einen See fallen. Weil er sehen will, wie der Frosch ertrinkt, achtet er nicht auf den Weg, er fliegt gegen einen Felsen und seitdem ist sein Schnabel krumm.

Natürlich stirbt der pfiffige Frosch nicht, der dem Geier weisgemacht hat, er würde im Wasser ertrinken, er paddelt vergnügt ans Ufer.