6. Dezember 2018

VIVATAS

Eberswalde

Pünktlich zum Nikolaus kam ich zu den Kindern einer Kita und zu den Besuchern der Tagespflege, erzählte für Jung und Alt gleichermaßen.
In den Geschichten, die ich mitgebrachte, tauchten grimmige Fröste auf, waren Trolle zu bezwingen und es wurde erklärt, warum die Eiche gezackte Blätter hat. Zusammen mit den Kinder sang ich für die anderen ein Trolllied und wir erkundeten, ob die grüne Flasche tatsächlich eine Zauberflasche war. Im Gegensatz zum Märchen aber tat sich vor unseren Augen nichts – das lag vermutlich daran, dass uns diese Flasche nicht von einem geheimnisvollen Zwerg überreicht worden war.

Ein Vormittagstunde zum Träumen, zum Schaudern, zum Freuen, zum Mitmachen. Vorfreude auf den Winter. Die Weihnacht.

16. November 2018

Märchenjurte im Figurentheater Grashüpfer

Berlin – Treptow

Auch dies war eine Veranstaltung im Rahmen der Berliner Märchentage und wie zwei Tage vorher ging es um das Schicksal, um Gefahr und Hilfe aus überraschender Not.

Wie immer erklangen dazu die zum Träumen einladenden Töne des Scheitholt, knisterte in der Mitte das Feuer und zur Pause gab es Schmackhaftes für das leibliche Wohl.

14. November 2018

Myer’s Hotel

Berlin – Prenzlauer Berg

Im Rahmen der Berliner Märchentage erzählte ich den schönen Räumen des Hotels mein Programm GLOCKENKÄNGE – DUNKEL UND HELL, ließ Geschichten erklingen, die die Frage stellen: Ist es manchmal nicht vonnöten, sein Schicksal anzunehmen und zu tragen? Was ist zu tun, wenn ein Schicksal naht, das nicht wert ist, angenommen zu werden? Gibt es Hilfe, wenn eine Bedrohung zu groß ist?

Es war ein schöner Abend in kleiner Runde.

12. Oktober 2018

Märchenjurte im Figurentheater Grashüpfer

Berlin – Treptow

Da der Oktober noch immer so warm wie der Sommer war, kamen wir in der Jurte ohne Decken aus. Aber das Feuer prasselte hell und in der Pause gab es wie immer Speise und Trank, die den Magen erfreuten.
Die Märchen, die zu hören waren, erzählten vom Kreis der Liebe, dem Zusammensein von Männern und Frauen, ihrem gemeinsamen Leben trotz aller Unterschiede – oder gerade deswegen. Ich beschloss den Reigen mit einem irischen Märchen: „Es war offenbar, dass die Götter dies Königspaar segneten, denn die Felder brachten reiche Ernten, die Bäume gaben neunmal so viel Obst als gewöhnlich, die Gewässer waren voll erlesener Fische, Bienen erzeugten massenweise Honig und die Kühe gaben so viel fette Milch, dass sie sich über die Wiesen ergoss, Gräben und Bäche füllte. Kurz und gut, keinem fehlte es an etwas und die Menschen waren glücklich.“
Dem fügte mein Scheitholt seine fröhlichen Töne hinzu.

25. Mai 2018

Café Blue Tower in der Evangelischen Kreuzkirche

Berlin – Wilmerstorf

Zu später Stunde erzählte ich erneut vom Schicksal, von Aschenhans, der den Urlindwurm bezwingt; von dem norwegischen Prinzen, der mit Hilfe der Anderswelt seine Braut errettet; von den vier Kindern Lirs, die zu Schwänen wurden und es noch immer sind. Und dann gab es die Geschichte von der Elfe, die sich verzweifelt nach der Seele eines Menschen sehnt und fast vergeht, da ihr der Schäfer die seine verwehrt – bis sie seinen Sohn heiratet und (Schwieger)tochter wird.
Abgerundet wurde die Geschichtenfolge von der Frage: „Was wollen Frauen?“ Die richtige Antwort darauf kann die Wendung des Schicksals bestimmen …

 

14. Februar 2018

Schloss-Hotel

Reichenow, Brandenburg

60 Jahre. Geburtstag am Valentinstag. Geburtstagsfeier im herrlichen Schloss Reichenow.
Der Kindheit und Jugend wurde nachgeträumt, durch den Raum schwebten bunte Luftballons, immer wieder rief die Musik zum Tanz.
Auch Märchen waren Teil des frohen Reigens. Ich erzählte zur Begrüßung vom Lumpenkind, das trotz Tränenspuren auf den Wangen und ihres zerschlissenen Rockes zur Königin wird, eine Geschichte, so recht geschaffen, den Valentinstag zu untermalen. Und ich erzählte Schwänke, um verschiedenen Momenten der 60 Jahre einen märchenhaften Klang beizufügen.

19. Januar 2018

Märchenjurte im Figurentheater Grashüpfer

Berlin – Treptow

19 Besucher am 19. Ein schönes Omen!
Umgeben von Kerzen und offenem Feuer erzählte ich von Hilfe und Rettung. Aschenhans rettete die Prinzessin vor Drachengier, der norwegische Prinz seine Braut desgleichen. Die Sonne half dem Frühling gegen die Winterhexe, eine alte Frau bewahrte die Menschen ihrer Stadt vor dem Ertrinken, indem sie ihr eigenes Haus in Brand setzte.
Aber auch von den Kindern Lirs war zu hören, die immer noch in weiße Schwäne verwandelt sind, Erlösung wird ihnen erst werden, wenn der Mann aus dem Norden und die Frau aus dem Süden wieder eins sein werden, und dies wird dauern…
Zwischen den Geschichten perlten die Töne meines Saiteninstruments. Und auch für das leibliche Wohl war gesorgt.